Geschrieben von Jan Harder
Es ist nicht leicht einen Test zu Die Sims zu schreiben, denn Die Sims ist anders als andere Spiele. Das Spiel entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und deshalb reicht ein einfacher Test wohl kaum aus, um es zu beschreiben. Wir haben es dennoch versucht und möchten euch auf den folgenden Seiten einen kleinen Einblick in das meistverkaufte Spiel aller Zeiten verschaffen.
Schon beim ersten Start wird einem klar, daß Die Sims irgendwie anders ist. Man kommt nämlich nicht wie erwartet zuerst in ein Menü, sondern landet sofort in der Nachbarschaft, um die sich in Die Sims alles dreht. Ein paar Häuser stehen schon und auch zwei Familien sind zu Beginn schon eingezogen. Ihr könnt Euch nun aussuchen mit wem Ihr spielen wollt oder ob Ihr gar eine neue Familie gründen wollt.
Am besten fängt man aber mit den "Newbies" an, denn da gibt es ein kurzes und gut gemachtes Tutorial zum Spiel. Dieses erklärt neben der Ansichtssteuerung und dem Kaufmodus vor allem die Steuerung der Sims. Man kann zu jeder Zeit in das (sonst autonome) Verhalten der Sims eingreifen, indem man einfach den gewünschten Sim auswählt und dann auf ein Objekt oder einen anderen Sim klickt. Dann erscheint ein Menü mit allen möglichen Aktionen - bei einem Fernseher kann man den Sim z.B. zum Fernsehen oder umschalten des Senders auffordern.
Es ist zwar möglich die Sims ihr Leben selbst leben zu lassen, allerdings kann das z.B. dazu führen das sie nicht zur Arbeit gehen und gefeuert werden oder das andere eher unproduktive Dinge geschehen. Es geht aber auch andersrum: Man kann den Sims jegliches selbsttätiges Handeln verbieten und jede Kleinigkeit von Hand steuern. Das ist allerdings ziemlich stressig, denn man muß dem Sim dann auch sagen wann er auf das Klo zu gehen hat, was er sonst (in den meisten Fällen) auch von alleine tut wenn die Natur ihr Recht einfordert.
In der Regel läßt man den Sims ihre Autonomie, wobei man gelegentlich eingreift. Man ist also quasi ein Gott, der über die Sims wacht - was man mit Ihnen anstellt ist einem völlig freigestellt, denn wie schon in SimCity gibt es kein Spielziel. Das Ziel kann man sich aber selbst setzen: z.B. "Ich will die Besten Berufe, die coolsten Möbel und mindestens 20 Freunde" oder "Ich will so ein richtiges Ekel als Sim, den keiner mag und der immer alle nervt". Man kann eigentlich alles ausprobieren - vor allem aber Beziehungen aufbauen und zerstören. Dabei berechnet das Spiel die Beziehungen sehr komplex, praktisch alles was es in der Realen Welt gibt, gibt es auch im Spiel.
Sims können neidisch oder gar eifersüchtig werden (z.B. "Was macht die Frau da mit meinem Mann!?"), sich lieben und hassen, andere indirekt ausschließen usw. Das dabei beste ist, daß man als Spieler in fast alles eingreifen kann, indem man sie Sims zum reden, Flirten, Küssen usw. auffordert. Das Spiel wird dadurch manchmal zur Echtzeit-Strategie, denn wenn Sims zu Besuch kommen - die kann man dann nicht steuern - fangen sie mit anderen Sims zu interagieren. Das kann auch mal daneben gehen, wenn sich die flotte Nachbarin an den verheirateten Sim ranmacht...