Geschrieben von Robert Wille
Was haben wir nicht alles in den zweieinhalb Jahren mit unseren Sims erlebt? Wir haben sie durch den tristen Alltag begleitet, mit ihnen Partys unsicher gemacht, in der Downton Area eine Menge Geld gelassen und sie schließlich in den wohlverdienten Urlaub geschickt. Doch nun wird endlich auch einer der ältesten Wünsche der Fans erfüllt: Haustiere für die Sims.
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Denn mit Tierisch gut drauf - dem mittlerweile fünften AddOn zur Personensimulation - halten endlich auch Tiere Einzug in den Haushalt eurer Sims (und sorgen dort für mächtig Trubel). Das es dabei natürlich wieder unglaublich viel zu entdecken gibt, versteht sich von selbst. Ob es die neue Erweiterung allerdings erneut schafft die Gunst der Fans zu gewinnen, versuchen wir auf den folgenden Seiten zu klären.
Zugegeben, Haustiere gab es streng genommen eigentlich schon im Originalspiel. Damals konnte man sich zum Beispiel noch am bunten Aquarium erfreuen. Doch heute sind das -im wahrsten Sinne des Wortes- kleine Fische. Die Fans wollen Hunde oder Katzen, die man knuddeln kann, welche auf Kommando Platz machen und die mit einem im Garten herumtollen.
Um sich diesen Wunsch zu erfüllen steht ab sofort nur noch ein kleiner Gang zum Tiergeschäft der Sims an. Dort kann sich der tierliebe Sim aus zwölf verschiedenen Arten von Katzen und Hunden sein Lieblingstier auswählen. Wer diese Art Vierbeiner nicht mag, findet dann vieleicht Gefallen an den neuen Vögeln, Papageien, Schildkörten und Eidechsen. Für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein.
Wieder zu Hause kann man dann schließlich mit seinen neuen 'Mitbewohnern' allerlei Blödsinn machen. Speziell Katzen und Hunde sind dabei sehr komplex ausgefallen. So erhalten diese sogar einen eigenständigen Platz in der Familie, haben vergleichbare Bedürfnisse (Hunger, Harndrang, etc.), können Beziehungen zu anderen aufbauen und lassen sich wie die Sims per Knopfdruck steuern. Sprich: Sie sind fast ebenwürdige Familienmitglieder. Das hindert sie aber trotzdem nicht daran, auch mal gewisse Ecken zu 'beschmutzen' und sich wie Rowdys im trauten Heim zu benehmen.
Damit solche Missgeschicke nicht zum Alltag werden müssen die neuen Vierbeiner entsprechend erzogen werden. Dazu hat jedes Tier drei ganz spezielle Fähigkeiten, welche nach und nach immer weiter ausgeprägt werden müssen: Stubenreinheit, Gehorsam und Tricks.
Ganz oben sollte zu Beginn die Stubenreinheit stehen. Nichts lässt die Raum- und Hygienewerte schneller in den roten Bereich stürzen wie kleine 'Pfützen' überall im Haus. Wie im realen Leben sollte man bei solchen Missgeschicken seinen Vierbeiner auch entsprechend ausschimpfen. Auf der anderen Seite wirkt ein Lob bei richtiger Benutzung des Katzenklos zum Beispiel wahre Wunder. Gleiches gilt auch für die anderen Fähigkeiten. Ständiges Trainieren von 'Sitz', 'Platz' und 'Toter Mann' fördert ungemein den Gehorsam während man mit dem Üben des Saltos die Trickfähigkeiten des Tiers verbessert. Wenn man selbst mit der Erziehung des Tieres überfordert ist, kann man auch einen professionellen Tiertrainer anstellen. Der kostet dann zwar Geld, dafür kann man sich aber sicher sein, dass sein Tier bei ihm auch was lernt.
War das Training schließlich erfolgreich gibt es die Möglichkeit seinen Vierbeiner auch bei einer Tiershow anzumelden. Vor der (sehr kritischen) Jury müssen die Tiere dann zeigen was sie können. Je nachdem ob man gute Trainerarbeit geleistet hat oder nicht darf man dann einen Trostpreis oder den Hauptgewinn mit nach Hause nehmen. Selbstverständlich lassen sich die gewonnen Preise auch in einer extra Vitrine ausstellen. Da freut sich nicht nur das Herrchen.
Aber egal ob man sein Tier nun zum Champion der Tiershow ausbildet oder ihn einfach nur als treuen Wegbegleiter hält, in einem hat Maxis ganze Arbeit geleistet: Die grafische Animation der Tiere. Man könnte stundenlang zuschauen, wie die Vierbeiner durch das Haus tollen. Egal ob sie gerade mal versuchen sich selbst am Schwanz zu packen oder sie damit beginnen auf der Toilette zu balancieren; alles ist zuckersüß animiert.
Besonders hoch ist der Niedlichkeitsfaktor natürlich beim Spielen mit den Vierbeinern. Aber auch wenn Herrchen und Frauchen beschäftigt sind, lohnt es sich immer mal wieder die Tiere zu beobachten. Da bedauert man es fast schon, dass man selbst nicht einmal mitknuddeln darf ;)