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Die Sims 2 Test: Das Fazit

Geschrieben von Jan Harder

Die Sims legen einen Zahn zu

Alles verläuft ein wenig flotter. Die Sims lernen schneller, bekommen schneller Freunde und werden schneller befördert. Da ein Sim-Leben nun ein Ende hat, gibt es keine Zeit zu verlieren. Und auch wenn es zunächst gar nicht danach klingt: Dem Spiel bekommt das sehr gut! Es ist ganz einfach unterhaltsamer, wenn regelmäßig etwas Neues passiert. Das ewige Gewarte aus dem Vorgänger, bis ein Sim endlich mal befördert wird, ist passee.

Zudem gibt es immer etwas zu tun, denn die Wünsche der Sims funktionieren wie kleine Mini-Missionen. Und weil sich jeder Sim immer vier verschieden Dinge wünscht, ist man immer gefordert, um ihn glücklich zu machen. Dadurch werdet ihr euch wohl nie in einer Situation wieder finden, in der ihr partout nicht wisst was ihr mit euren Sims anstellen sollt. Das Spiel wird dadurch zum einen gradliniger und zum anderen gewinnen die Sims dadurch an Charakter.

Von Jung bis Alt

Tatsächlich baut ihr eine ganz andere ‚Beziehung’ zu euren Sims auf. Das liegt vor allem auch daran, dass ihr sie nun Aufwachsen seht. Als wir uns Bilder angesehen haben, auf denen unsere mittlerweile erwachsenen Sims noch kleine Kinder waren, ertappten wir uns tatsächlich dabei wie wir und zurücklehnten und dachten „... ach ja, damals … als sie noch klein waren. Sie werden ja so schnell groß!“. Noch mitreißender kann ein Spiel wohl kaum sein.

Ein wenig schade ist, dass der Alterungsprozess in den Stufen Baby, Kleinkind und Kind nur aufgehalten werden kann, indem die Alterung für den gesamten Haushalt per Cheat abgeschaltet wird. Ab dem Teenager-Alter ist das aber kein Problem mehr, denn mithilfe des Laufbahn-Objekts ‚Elixier des Lebens’ darf hier jeder Sim individuell verjüngt werden. So könnten sogar Großeltern ihre Enkelkinder überleben – wenn man dass denn will. Maxis hat euch damit die Entscheidung überlassen wie lange diese Stufen dauern. Und das ist die wohl beste Lösung.

Und auch die Trauer um einen dahingeschiedenen Sim ist halb so schlimm, wenn man ihn in seinen Nachfahren wieder erkennt. Der Wechsel der Generationen ist die größte Änderung am Spiel, die vielleicht ein bisschen Gewöhnung erfordert. Aber wir können euch versichern – es lohnt sich, denn es gibt viel zu entdecken und es ist ein völlig neues Spielerlebnis!

Kaufen und Bauen

Wie ihr seht hat uns der Live-Modus voll überzeugt. Da gibt es fast nichts zu meckern. Und auch das Bauen und Einrichten hat uns sehr gut gefallen. Allerdings gibt es hier auch ein paar Dinge, die uns aufgefallen sind. Denn so großartig die neuen Möglichkeiten wie Stockwerke, Dachböden, Fundamente, 2-stöckige Fenster usw. auch sind, die Auswahl an Objekten und Texturen ist für downloadverwöhnte Sims-Fans ein wenig ernüchternd. Wer es gewohnt ist aus hunderten, wenn nicht gar tausenden, von Objekten wählen zu können, wird sich in Sims 2 eingeschränkt fühlen.

Zwar hat Maxis mit den verschiedenen Designs für einzelne Objekte eine tolle Möglichkeit geschaffen Abwechslung in die Häuser der Sims zu bringen. Trotzdem bleibt die Auswahl aber begrenzt. Allerdings wäre es aber wohl unfair, Maxis dafür die Schuld zu geben. Denn es gibt hunderte von Objekten im Spiel – definitiv mehr als in der Urversion von Sims 1. Dass es aber nicht tausende sind, war zu erwarten. Hier ist die Community gefragt wieder viele tolle Objekte bereitzustellen und dann wird auch Sims 2 zum Objekt-Paradies werden. Doch bis dahin dürfte noch einige Zeit ins Land ziehen.

Anstatt viele einzelne Objekte mitzuliefern hat sich das Entwicklerteam offenbar mehr darauf konzentriert den vielen Objekt-Designern aus der Community Vorlagen für neue Objekte zu bieten. Und auch ansonsten macht sich deutlich bemerkbar, dass das Spiel von Beginn an für viele Downloads ausgelegt ist. Einige der neuen Features, wie die Kollektionen, machen sogar erst dann wirklich Sinn, wenn ihr die ersten Downloads auf eurer Festplatte habt.

Ihr müsst dem Spiel hier einfach ein wenig Vorlaufzeit geben. Denn es spricht nichts dagegen, dass es zu Sims 2 nicht mindestens genauso viele Downloads geben wird wie zum Vorgänger. Die Community muss einfach erst einmal anrollen, damit das Spiel voll durchstarten kann.

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