Geschrieben von Jan Harder
Die Sims-Gemeinde ist ein Volk von Jägern und Sammlern. Es gibt wohl kein anderes Spiel, zu dem es derartig viele Downloads im Internet gibt wie Sims 1. Natürlich schickt sich der Nachfolger an, diesen Rekord zu brechen und wir sind uns jetzt schon sicher - er wird! Und Maxis hat vorgesorgt, damit die Sammelwut nicht im gleichen heillosen Chaos endet, wie in der ersten Version des Spiels. Denn wer wusste da denn schon noch, wo er welches Objekt in den völlig überfüllten Menüs noch finden soll, geschweige denn welche Objekte er überhaupt hat?
Die Entwickler haben sich dafür entschieden, dass der Spieler selbst am besten entscheiden kann, wie er seine Downloads organisieren möchte, und daher die Kollektionen erfunden. Darin kann man beliebige Objekte zusammenfassen. Aber nicht nur Möbelstücke dürfen so sortiert werden, nein, die Kollektionen können Möbel, Fenster, Türen, Tapeten, Böden, Treppen und Pflanzen gleichzeitig beinhalten. Also gleichermaßen Dinge aus dem Kauf- und Baumodus, die dadurch gewissermaßen verschmelzen.
Das Kollektionenmenü ist in beiden Modi zu finden – im Kaufmodus bildet es das dritte Hauptmenü, und im Baumodus ist es neben dem klassischen Menü zu finden. Und egal in welchem Modus man es öffnet, man kann jederzeit auf alle in den Kollektionen enthaltenen Teile zugreifen, also zum Beispiel auch im Baumodus Möbel platzieren oder im Kaufmodus Wände tapezieren. Die Kollektionen sind von den altbekannten Modi losgelöst.
Damit man sich im neuen Menü auch zurechtfindet, hat jede Kollektion ihr eigenes kleines Bild, sowie einen Namen, der erscheint, sobald man mit der Maus darüber fährt. Maxis hat bereits einige Kollektionen erstellt, welche die im Spiel enthaltenen Objekte und Bauelemente nach Kategorien wie „Modern“, „Malerisch“ oder „Marrokanisch“ sortieren. Natürlich dürft ihr diese jederzeit ändern oder auch löschen. Viel interessanter ist es aber natürlich eigene Kollektionen anzulegen. Den Namen und das Bild dürft ihr dabei selbst wählen – wer will kann sogar eigene Bilder in das Spiel importieren. Das ist von großem Vorteil, da einem die Bilder sonst schlichtweg irgendwann ausgehen würden.
Um die Kollektion zu füllen, sucht man sich die gewünschten Gegenstände einfach im klassischen Menü aus und öffnet deren Beschreibung. Dort findet sich ein Knopf, mit dem sich das Objekt oder Bauelement in eine Kollektion einfügen lässt. Natürlich bleibt es aber in jedem Fall auch weiterhin in den klassischen Menüs enthalten und ebenso selbstverständlich ist es, dass ein Teil in mehreren Kollektionen enthalten sein.
Als wir im vergangenen Jahr in San Francisco den ersten Blick auf Sims 2 werfen konnten, erklärte uns Maxis, dass geplant sei „Brands“, also Marken, einzuführen. So sollte es den Designern möglich sein ihre Kreationen unter ihrer eigenen Marke auf den offiziellen Servern zu veröffentlichen. Lädt ein Spieler diese runter, so landen sie automatisch in einer eigenen Kollektion für diese spezielle Marke. Wir wissen nicht, ob das nach wie vor geplant ist, zumal die Downloadserver noch nicht bereitstehen. Eine interessantes Feature wäre es aber allemal. Der Hauptnutzen der Kollektionen liegt aber natürlich darin, dass ihr selbst festlegen könnt wie eure Objekte sortiert werden sollen.
Wie gut sich die Kollektionen bewähren wird sich erst zeigen, wenn tatsächlich neue Objekte und Bauelemente für Sims 2 zum Download bereitstehen. Die in Sims 2 mitgelieferte Menge ist noch problemlos überschaubar, so dass eine Sortierung im Moment nicht wirklich nötig ist. Ein wenig schade ist, dass sich einzelne Kollektionen nicht noch weiter untergliedern lassen. So entsteht ein wenig die Sorge, dass viele Downloads langfristig auch zu sehr vielen Kollektionen führen können, wodurch wiederum die Übersicht leiden würde.
Ob es die Marken geben wird wissen wir wie gesagt derzeit nicht, in jedem Fall ist aber fraglich, ob sich die großen Seiten und Objektdesigener dem anschließen würden, da die Marken nur bei Downloads funktionieren sollen, die auf die Maxis-Server hochgeladen wurden.
Aber natürlich sind die Kollektionen ein großer Fortschritt gegenüber den alten, chaotischen Menüs. Wir könnten uns beispielsweise gut vorstellen, dass sich die so beliebten Objekt-Sets mit Kollektionen hervorragend gruppieren lassen, so dass man die einzelnen Teile nicht wie bisher mühsam aus allen Menüs zusammensuchen muss.