Geschrieben von Jan Harder
Die Welt der Sims war bisher wunderbar einfach. Man war entweder Kind oder erwachsen und blieb das auch für den Rest seines Lebens. Und sofern man nicht gerade im Pool ertrank oder von bösen Spielern in den Hungertod getrieben wurde, musste man sich um das eigene Ableben keine Sorgen machen. Nun, das war einmal. In Sims 2 heißt es mehr denn je ‚carpe diem’, denn das Leben ist irgendwann mal vorbei! Und auf dem Weg von der Geburt, bis hin zum Ende als alter Greis gibt es eine Menge zu erleben. In den folgenden Artikeln werden wir euch alle Lebensstufen der Sims vorstellen.
Nun, die erste Frage ist natürlich, woher wir den neuen Sim nehmen. Am einfachsten ist es natürlich, einen neuen im Spiel zu erstellen – auf die Dauer aber langweilig. Viel spannender ist es dagegen, wenn eine Familie eigenen Nachwuchs bekommt. Das geht auf zwei verschiedene Arten. Für alle, die kein Kind aus Eigenproduktion haben können oder wollen steht der Adoptionsdienst zur Verfügung. Der liefert allerdings nicht ohne Fragen zu stellen.
Adoptieren darf nur wer auch genügend Kohle hat. Ein paar Tausender sollten schon in der Familienkasse liegen, damit das Jugendamt einen seiner Schützlinge rausrückt. Wenn die Kohle da ist, darf dafür dann aber sogar ausgesucht werden, wie alt das Kind denn sein sollte. Das Wunschkind aus dem Katalog gibt es aber nicht, da muss man schon nehmen, was die Dame von Jugendamt am nächsten Morgen mitbringt. Diese setzt das neue Familienmitglied übrigens wenig liebevoll vor dem Haus an der Straße ab und verschwindet – auch beim Jugendamt läuft scheinbar nicht immer alles rund.
Aber am schönsten ist doch noch ein Kind aus eigen Fleisch und Blut - oder in diesem Fall vielleicht eher Texturen und Programmcode. Wie das funktioniert? Na dazu braucht es eine Frau und einen Mann und ... na ja, ihr wisst schon. Überall da, wo sich die Sims auf ein Techtelmechtel einlassen können, darf auch ein Baby gemacht werden – vorausgesetzt die Stimmung und die Beziehung der beiden Sims stimmt. Beim flüchtigen One-Night-Stand ist unseren Sims zumindest noch nie ein Baby-Malheur passiert, praktisch oder?
Diesmal fällt aber nicht einfach eine Kinderwiege vom Himmel und die Sache hat sich erledigt. Nein, in Sims 2 gilt es die Schwangerschaft durchzustehen. Jeden Tag wird die werdende Sim-Mutter dabei ein Stück dicker und bedarf einiger Fürsorge. Ständig rennt sie auf die Toilette, um sich zu übergeben, frisst wie ein Scheunendrescher und klagt über ihren mangelnden Komfort-Wert, der für gewöhnlich bei Null liegt. Man kann ihr dabei richtig ansehen, wie sie mit dem täglich wachsenden Bauch zu kämpfen hat und dabei wenig behände mit einer Hand im Kreuz durch die Wohnung stapft.
Weil es sich so nicht sonderlich gut arbeiten lässt, wird sie bis zur Geburt in den Mutterschaftsurlaub geschickt, den Lohn gibt es dabei weiterhin. Die Geburt findet dann nach etwa drei Tagen ganz Sims-typisch im Umdrehen statt. Die Mutter verzerrt das Gesicht und krümmt sich ein wenig, dreht sich um und schwupps – Baby da, Bauch wieder dünn, Mutter wieder fit. Aber damit geht der eigentliche Stress erst so richtig los, denn der kleine Quälgeist ist jetzt da. Leider sieht unser Baby, das extra für diesen Test das Licht der Welt erblickt hat (Hinweis: Keinem Sim wurde im Rahmen dieses Tests irgendwelcher Schaden zugefügt – das gilt zumindest was diesen einen Artikel hier angeht...), ein wenig zerknautscht aus. Wir nehmen an, dass sich das zur finalen Version noch bessern wird.