Geschrieben von Jan Harder
Babys sind auch in der Spielwelt völlig hilflos. Und genauso wie man im realen Leben nicht immer so genau zu sagen vermag, wie es dem Kleinen denn nun gerade so geht, darf man auch in Sims 2 nicht die aktuellen Bedürfnisse des Nachwuchses einsehen. Man kann es gar nicht als aktuellen Sim auswählen, genau genommen liegt es nur herum oder wird von jemandem getragen. Von allein kommt es nicht von der Stelle.
Dafür, dass es eigentlich gar nichts kann, hält es den Haushalt aber immer gut auf Trab. Geschrieen wird immer dann, wenn es Hunger oder volle Windeln hat – ganz egal, ob es gerade drei Uhr Nachts ist oder nicht. Damit die Eltern dabei nicht vollends die Nerven verlieren, bekommt die Mutter genügend Urlaubstage gutgeschrieben, um ihr Baby die ganze Zeit zu umgarnen, bis es zum Kleinkind heranwächst. Das heißt aber nicht, dass das Ganze eine lockere Angelegenheit wird. Ständig will das Kleine gefüttert werden - Sim-Babys bekommen das Fläschchen – oder braucht neue Windeln. Zudem soll es ja auch nicht ganz verkehrt sein, ab und an mal mit den Säuglingen zu reden oder mit ihnen zu spielen. Nicht zuletzt, weil auch schon der kleinste Sim Freundschaftswerte zu seinen Mitsims hat.
Will man sich diesen Stress gar nicht erst geben, kann kurzerhand ein Kindermädchen mit diesen Aufgaben betreut werden. Die alte Dame hat den wohl lockersten Job der Stadt. Zwar kümmert sie sich um die Kinder und räumt sogar ein wenig in der Bude auf, die meiste Zeit haben wir sie aber beim Fernsehen oder Zeitungslesen erwischt. Sollen beide Eltern trotz Baby zur Arbeit gehen, dann ist das Hausmädchen Pflicht. Denn alleingelassene Babys holt das Jugendamt sofort auf nimmer Wiedersehen ab. Da zahlt es sich aus - wie bei unserer Familie der Fall – die Großeltern im Haus zu haben.
Der ganze Rummel um den Winzling ist nach drei Tagen vorbei - dann wächst es zum Kleinkind heran. Das klingt im ersten Moment viel zu kurz, reicht aber wirklich dicke aus. Denn außer Füttern, Windeln wechseln, Spielen, Knuddeln und Reden gibt es beim Baby nicht viel zu entdecken. Auch wenn es ein wenig hart klingen mag – die Babys in Sims 2 lassen sich ein wenig mit den Aquarien des Vorgängers vergleichen. Sie sind letztendlich Objekte, um die man sich regelmäßig kümmern muss, damit sie nicht eingehen, bzw. vom Jugendamt einkassiert werden. Nach drei Tagen würde es vermutlich irgendwann langweilig werden und da kommt das Aufwachsen zum viel spannenderen Kleinkind gerade recht.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die ganz kleinen Sims öde wären, im Gegenteil - es macht riesig Spaß der jungen Familie zuzusehen, wie sie die den neuen Alltag meistern und mit ihrem kleinen Engelchen spielen. Aber irgendwann brennt man förmlich, darauf das Kleine aufwachsen zu sehen und dabei zu beobachten, wie es sein Leben meistert. Und wie es das als Kleinkind tut – na das erfahrt ihr natürlich im nächsten Artikel...