Geschrieben von Dirk Meidel
Trotz diesem für uns doch sehr wesentlichen, negativen Faktor ist die Nachbarschaft wunderschön gestaltet. Unser erster Eindruck war der, dass es wohl mehr Spaß macht in der Nachbarschaft zu spielen als im eigentlichen Haus. Hier und da wandelte ein Sim über die Straße und an manchen Stellen war der Verkehr doch recht dicht und sah auch merkwürdig aus, da bei stehenden Autos noch die Räder fleißig weiter rollten. Doch da das Spiel noch lange nicht fertig ist, kann man über diese Dinge erstmal locker hinwegsehen. Im Übrigen wird es nicht möglich sein seine eigene Nachbarschaft wie bei Sims 2 mit Hilfe von Sim City zu erstellen. Es wird überhaupt nicht möglich sein (jedenfalls noch nicht) eine eigene Nachbarschaft zu erstellen.
Fährt man mit der Kamera ein wenig durch die Stadt, fallen einem erstmal viele Details auf, die doch recht atemberaubend sind: So zum Beispiel das Wasser oder die Pflanzen. Bei beidem erkennt man einen gewaltigen Unterschied zu Sims 2. Die Pflanzen in der Nachbarschaft wachsen nicht, sie bleiben wie sie sind. Nur die Pflanzen auf den Grundstücken werden wachsen. Was bei Sims 3 ebenfalls fehlen wird ist das Wetter. Ab und zu kann es mal etwas dunstig oder neblig werden, doch sonst wird immer die Sonne scheinen. Dafür gibt es einen wunderschönen Sonnenauf- und -untergang. Immerhin werden die Schatten der Objekte je nach Sonnenstand mitwandern.
Wer mit seinem Sim dann durch die Nachbarschaft streift wird feststellen, dass die anderen Sims in ihren Häusern gar keine Möbel haben. So sieht man hinter allen Fenstern der anderen Häuser nur leere Räume. Sieht zwar etwas merkwürdig aus, liegt aber daran, dass man diese Option zu Gunsten der Spieler abgeschaltet hat um ein ständiges Ruckeln im Spiel zu vermeiden, wenn jedes einzelne Objekt in jedem Haus geladen werden müsste. Vielleicht wird es aber später eine Option geben, dass man das Verstecken der Möbel abschalten kann für Spieler mit leistungsstarken Computern. Besucht man einen Nachbarn, werden dessen Möbel automatisch sichtbar, also keine Sorge sie verschwinden nicht ganz.
Nun allerdings erstmal zurück zu unserem Arnie, endlich stufenlos auf seine Terrasse gezoomt folgt der zweite Schreck. Den Blick auf das wohl häßlichste Kind der ganzen Welt! Klein, dick, Glatze und in weißem Anzug! Allein dieses Kind wäre ein Grund für die FSK das Spiel ab 18 Jahren freizugeben oder ganz zu verbieten. Dafür brauchen auch Erwachsene starke Nerven …
Aber das soll natürlich kein Nachteil für Sims 3 sein, denn immerhin kann man seine Sims ja selbst gestalten. Nachdem wir uns von dem Schreck wegen des häßlichen Kindes erholt hatten, hatten wir die Möglichkeit uns einmal das Haus genauer anzusehen. Was uns natürlich sofort aufgefallen ist, man kann die Möbel auch schräg stellen, allerdings wird es nicht möglich sein die Möbel frei um 360° zu positionieren.
Die Möbel und Häuser sehen doch sehr stark nach Sims 2 aus. Würde man das Menü auf den Bildern nicht sehen und auch nicht die Sims, sondern nur einen Raum, ein Möbelstück, wäre es den Spielern sehr wahrscheinlich nicht möglich einen Unterschied zu Sims 2 zu finden. Aber keine Angst, es gibt auch viel Neues zu entdecken. So ist es endlich möglich, mehrere Gegenstände auf alle Oberflächen zu platzieren. So steht zum Beispiel auf dem Nachttisch eine Lampe und davor eine Uhr. Die Entwicklerin versprach auch, dass es viele kleine Dekoartikel dieses Mal schon im Grundspiel geben wird. Und davon konnten wir uns überzeugen, so sieht man auf dem einen Bild auch schon einen Handtuchhalter, sowie eine Toilettenpapierrolle. Auch gibt es endlich Hängeschränke. An Tischen wird es möglich sein einen Stuhl "in die Mitte" zu stellen. Zur Erklärung: Bei Sims 2 konnte man einen Stuhl an einem Schreibtisch entweder an die rechte Hälfte des Tisches platzieren oder an die linke, bei Sims 3 kann der Stuhl nun endlich in die Mitte platziert werden.
Es gibt natürlich viele andere Objekte. Zum Beispiel das Fahrrad, das von den Sims auch benutzt werden kann. Oder die neue Version der Parkplätze. So platziert der Spieler keine Auffahrt mehr, sondern lediglich einen Balken (der auch schräg platziert werden kann). Dieser Balken gibt an, an welcher Stelle das Auto parken wird, so ist es möglich das Auto überall auf dem Grundstück parken zu lassen, dadurch wird allerdings nicht mehr möglich sein das Auto zu beobachten, wie es auf den Parkplatz fährt. Es wird auf der Straße verschwinden und automatisch auf dem Parkplatz erscheinen – Beam me up, Scotty und willkommen im 21. Jahrhundert ;)