Geschrieben von Jan Harder
Genug der Theorie, nun wollen wir euch endlich erzählen wie sich das ganze spielt! Zunächst einmal müssen eure Sims auf den Hund oder die Katze kommen. Wurde die Familie nicht gleich mit tierischem Anhang erstellt, so muss dieser anderweitig herbeigeschafft werden. Der unkomplizierte Weg ist da die Adoption. Ein Telefonanruf bei der Tieradoptionsstelle genügt - nicht verklicken, sonst steht ein Sim-Kind vor der Tür - und ihr bekommt eine Auswahlliste der derzeit herrenlosen Tiere angezeigt. Darunter gibt es dann auch kleine Babys, die sich nicht direkt erstellen lassen und auch der Charakter kann schon einmal eingesehen werden. Sollte euch der Name nicht gefallen könnt ihr das Tier später über das Telefon umbenennen lassen.
Die Adoption kostet eure Sims einen kleinen Obolus - für einen ausgewachsenen Collie mussten wir 210§ auf den Tisch legen. Ist die Gebühr bezahlt, fährt kurz danach die Polizei vor und bringt das neue Familienmitglied in sein neues Heim. Wer es dagegen etwas persönlicher mag, lässt sich ein Haustier von einem bekannten Sim schenken. Das ist billiger und man weiß, woher das Kleine kommt. Legt der Sim dagegen Wert auf den Stammbaum, dann findet sich vielleicht ein Tierladen, in dem ein passender Lebensgefährte wartet. Kleintiere werden dagegen wie zuvor schon erklärt einfach am Käfig oder Aquarium "aufgestockt".
Die Katzen und Hunde dürften in der Regel gänzlich unerzogen sein, wenn sie in die Familie kommen. Das kann schon einigen Stress bedeuten, denn meist haben die jungen Viecher nichts anderes im Kopf als das Mobiliar zu zerlegen oder den Garten umzupflügen. Das muss dann erst einmal aberzogen werden, indem das Belohnungs- und Bestrafungssystem zurate gezogen wird. Wie bereits in einem der vorigen Artikel erwähnt, könnt ihr eure Tiere für einzelne Aktionen loben oder abmahnen. Zukünftig wird sich das Tier dann entsprechend verhalten.
So funktioniert es zumindest in der Theorie. In der Praxis stehen natürlich noch weitere Hürden vor dem Leben eines glücklichen Tierbesitzers. Denn ohne ein gutes Verhältnis zum Tier, wird das nicht viel mit sich anstellen lassen. Je nach Charakter kann es verschüchtert oder sogar aggressiv reagieren. Bevor da nicht ein Vertrauensverhältnis besteht wird euer Sim seinem Schützling auch nichts beibringen können.
Das gilt auch für die vielen kleinen Tricks, die die Tiere erlernen können. Neben einfachen Kleinigkeiten wie einer Rolle gibt es dabei sogar schauspielerische Glanzleistungen wie das Totstellen. Ein begabter Hund fällt dabei nicht etwa einfach um, sondern spielt theatralisch den Dahinscheidenden um dann dramatisch hinzustrüzen - eine Szene, die wirklich seinesgleichen sucht.
So hat ein Haustier also wieder ein Bedürfnis nach Freundschaft oder Essen wie ein Sim. Zuzüglich zu denen der Sims bekommen Hunde das Bedürfnis an Dingen herumzukauen, während Katzen ab und an ihre Krallen an etwas wetzen möchten. Auch die Beziehungswerte sind wieder dabei und wollen zu neuen Tieren erst einmal aufgebaut werden. Denn unbekannten oder sogar verhassten Sims gegenüber können die tierischen Zeitgenossen schon einmal aggressiv oder verängstigt entgegentreten. Es wird allerdings wohl möglich sein ein Tier bei der Familienerstellung einem Sim zuzuordnen, so dass bereits von Beginn an eine Beziehung zwischen den beiden aufgebaut ist.