Geschrieben von Jan Harder
Tiere außerordentlich gut gelungen. Man mag es kaum glauben, dass alle Bewegungen von Hand modelliert wurden und nicht wie oft üblich durch so genannte Motion Capturing Verfahren am Original aufgezeichnet wurden. Ebenso wenig mag man glauben, dass der Sims-Tradition folgend alle Stimmen von Menschen eingespielt wurden - auch die der Tiere.
Insgesamt sind alle Tiere so liebevoll gestaltet, dass man sich direkt in sie verlieben muss. Jeder, der einmal selbst einen Hund oder eine Katze besessen hat, wird von der Echtheit der virtuellen Gegenstücke verblüfft sein. Einen wesentlichen Anteil dabei hat die Mimik der Tiere, an der sich ihre Gemütslage meist eindeutig ablesen lässt.
Viele Spieler werden sich zudem sicher darüber freuen, dass die neue Sims 2 Philosopie, dass die Inhalte der AddOns sich nicht gegenseitig ausschließen, weitergeführt wird. Wärhend man bei den Sims 1 AddOns meist mit einem Thema voll ausgelastet war, also entweder ein Tier hatte oder eine magische Laufbahn einschlug oder ein Star wurde lassen sich die Ihnhalte der Sims 2 AddOns auch mit Haustiere noch sinnvoll kombinieren. Das neueste AddOn ermöglicht das, indem die Tiere nicht keine zusätzliche Belastung, sondern eine Erleichterung darstellen.
Das Spielen oder das Trainieren mit dem Haustier bessert gleichermaßen die Werte von Sim und Tier auf, so dass ihr euch nicht noch anderweitig darum kümmern müsst die Balken im grünen Bereich zu halten. Die Tiere in Haustiere machen das Leben der Sims eher angenehmer, als umständlicher - auch wenn sie natürlich manchmal schon ordentliches Chaos anrichten können.
Das lässt sich weitestgehend verhindern, wenn man die Tiere zum einen erzieht und ihnen zum anderen die richtigen Spielzeuge kauft. Hunde brauchen beispielsweise dringend etwas zum Kauen und Katzen müssen irgendwo kratzen dürfen. Ohne Knochen und Kratzbaum sind sonst irgendwann die Möbel dran. Ein großer Hund kann dabei schon mal so stattliche Einrichtungsgegenstände wie Betten völlig vernichten. Unerzogenes Viehzeug geht gerne auch einmal an den Müll oder ruiniert die Gartenanlage.
Wer zudem pingelig ist, sollte aufpassen, dass es sich die Tiere nicht auf dem Sofa oder dem Bett bequem machen. Auch das lässt sich aber verhindern, wenn man den Tieren ihre eigene Ecke mit einem Kissen, Körbchen oder gar einer eigenen Hütte einrichtet.
Belohnt werden die Sims dann aber im Spiel oder beim Schmusen mit ihrem Liebsten. Je nach Altersstufe gibt es da verschiedene Möglichkeiten. Während Kleinkinder reine Schmusemonster sind und alles knuddeln, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, können größere Sims mit ihren Hunden Stöckchen-Holen spielen, die Katzen mit dem üblichen Spielgerät faszinieren oder einfach nur herumtollen. Alle diese Animationen sind so gelungen, dass man ihnen mit einer textuellen Beschreibung gar nicht gerecht werden kann. Am Besten ihr entdeckt diese Dinge für euch selbst.
Sicher brennt ihr schon darauf zu erfahren wie sich eure Sims als Züchter betätigen können. Und da gibt es viele Möglichkeiten. Nun, die Fortpflanzung müsst ihr natürlich euren Tieren überlassen, aber wenn sich ein Tierpaar zusammengefunden hat, dann steht dem Nachwuchs nichts im Wege. Interessant wird es dann, wenn der Nachwuchs da ist und ihr ihn unters Volk bringen müsst - denn irgendwann ist die Bude einfach voll.