Geschrieben von Niklas Kilian
Für unseren Spielbericht konzentrieren wir uns aber zunächst einmal auf das mitgelieferte Sunset Valley, denn dieses gar nicht so kleine Fleckchen macht ihrem Namen wirklich alle Ehre! Ein großes, schön angelegtes Tal mit einem kleinen Strand bildet das Zentrum der Nachbarschaft, umgeben von einigen höher gelegenen Gegenden, in denen eher größere und teurere Grundstücke angesiedelt sind. Auf jedem Grundstück befindet sich bereits ein Haus, ein Community-Lot oder eines der bereits in früheren Berichten erwähnten Gebäude, in denen die Sims arbeiten können, die sich allerdings nur von außen betrachten lassen. Viele der Grundstücke sind bereits von Familien bewohnt, doch es gibt auch noch einige leer stehende Häuser, die sich perfekt als erste Bleibe für selbst erstelle Familien mit einem kleinen Startbudget eignen.
Die gewohnte Familien- und Häusertonne fehlt ebenso wenig, wie der Bulldozer, mit dem sich bereits erstellte Häuser abreißen lassen, um Platz für neue Prachtbauten zu schaffen. Neu und unserer Meinung nach sehr praktisch sind aber die neuen Funktionen, die sich die Entwickler für die Nachbarschaftsübersicht ausgedacht haben. So ist es ab sofort über ein intuitiv zu bedienendes Menü möglich, einzelne Familien zu splitten oder zwei Familien zu einer zusammenzufügen. Möchte man beispielsweise zwei Single-Haushalte zu einer WG zusammenfügen (oder ein Liebespaar zusammenziehen lassen), ist dies ebenso einfach möglich, wie der Auszug des mittlerweile zum jungen Erwachsenen herangereiften Kindes.
Alle Sims, die der Spieler auf diese Art und Weise vorübergehend aus einem Haushalt herausgenommen hat, werden in der ebenfalls neuen Zwischenablage am Rande des Bildschirms gespeichert. Wenn sie dann vor dem Verlassen der Nachbarschaftsübersicht wieder in einer Familie bzw. auf einem Grundstück platziert werden, behalten diese Sims ihre bisherigen Beziehungen und Verknüpfungen innerhalb der Nachbarschaft - sie ziehen also einfach nur um. Erst wenn ein Sim in der Familientonne landet, verliert er all seine Verbindungen zur Nachbarschaft und kommt anschließend als „Fremder“ wieder zurück, falls er erneut in der Nachbarschaft platziert wird.
Auch in Die Sims 3 ist die Nachbarschaftsübersicht noch der Ort, in dem die Familie gewechselt werden kann. Mit dem einzigen Unterschied, dass man anschließend keinen Ladebildschirm mehr sieht, sondern einfach auf das Grundstück der gewählten Familie gezoomt wird (nähere Infos zum Bewegen in der Nachbarschaft dann später). Der Wechsel einer Familie ist also mit wenigen Klicks und ohne Ladebildschirm möglich. In der aktuellen Familie klickt der Spieler einfach auf „Nachbarschaft bearbeiten“ (in diesem Zusammenhang vielleicht eine etwas irreführende Bezeichnung), um in die Nachbarschaftsübersicht zu gelangen. Hier wird die neue Familie ausgesucht - und fertig!
Trotz der Fülle an Funktionen, die dem Spieler in der Nachbarschaftsübersicht gegeben werden, um alle seine Familien und Grundstücke zu organisieren, wirken die Menüs recht aufgeräumt. Auch ohne lange Bedienungsanleitung wird sich hier jeder Spieler schnell wohl fühlen. Auch der Create-a-Sim Modus ist weiterhin von der Nachbarschaftsübersicht aus erreichbar. Da wir jedoch diesem Bereich bereits vor längerem einen umfangreichen Artikel gewidmet haben, verzichten wir an dieser Stelle auf eine weitere Beschreibung. Präsentieren können wir hier links aber den Screenshot eines Sims, den wir beim Probespielen erstellt haben.
Nicht nur der Detailreichtum im Create-a-Sim Modus hat um einiges zugenommen (was noch einmal mehr Möglichkeiten beim Erstellen von neuen Sims eröffnet), sondern auch in der Nachbarschaft zeigt sich, wie viel Detailverliebtheit an vielen Stellen in Die Sims 3 steckt. Besonders in Wassernähe und beim Flug durch die Landschaft sind schon deutliche Fortschritte im Vergleich zu Die Sims 2 zu erkennen.
Spiegelungen im Wasser, realistisch wirkender Wellengang, sich im Winde wiegende Bäume und Pflanzen sind nur einige Beispiele dafür. Rauchende Schornsteine, Nebel und nicht zuletzt ein fließender Sonnenauf- und Untergang tragen dazu bei, dass eine wesentlich authentischere und lebendigere Atmosphäre entsteht. Mit ausreichend guter Ausstattung (wie dem System, auf dem wir das Spiel testen durften) sogar in Full HD-Auflösung von 1920x1080 Pixeln.